Besser etwas später als nie
+++Polizei durchsucht AB-Mittelrhein Hauptquartier +++ Naziaufmarsch in Remagen vorerst verboten +++Polizei besucht rechte „Beachparty“ im „braunen Haus Bad Neuenahr+++
Die letzten Wochen ist nicht gerade wenig passiert in der Region, weshalb wir euch hiermit auf den neuesten Stand bringen wollen.
Am 21. Juni stand die Polizei beim „AB-Mittelrhein“ Hauptquartier in der Weinberstraße 17 in Bad Neuenahr auf der Matte. Die Durchsuchung geschah offenbar aufgrund einer Körperverletzung, welcher sich Bewohner des Hauses schuldig gemacht haben sollen, laut Rheinzeitung soll es sogar ebenfalls um die Weiterführung einer verbotenen Organisation gegangen sein.
Die Polizei bediente sich diesmal wohl der kompletten Einrichtung, was Speichermedien,PC’s , Handys und die heiß geliebten Trainingsgeräte mit einschloss.
Welche Körperverletzung genau gemeint war, können wir nicht mit Sicherheit sagen, denn in den Monaten April bis Juni waren es nicht gerade wenige.
Die Nazis scheinen wohl noch nicht gelernt zu haben, dass prügelnd durch Bad Neuenahr ziehen und wahllos Menschen, die nicht in das braune Weltbild passen angreifen, nicht immer ungesühnt bleibt.
Bisher tauchten als „Reaktion“ jedoch lediglich mehrere neue Schmierereien, wie ein großes „Rheinwiesenlager“ an der B9 zwischen Sinzig und Bad Breisig, welches offenbar bereits übermalt wurde.
Zum Thema Rheinwiesenlager und dem geplanten Trauermarsch in Remagen äußerte sich der Kreis Ahrweiler in einer Pressemitteilung, welche nahezu von allen lokalen Medien und der Rheinzeitung abgedruckt wurde.
Demnach sei der Aufmarsch der Neonazis, welcher für den 19. November 2011 geplant war, verboten.
In der Pressemitteilung lässt sich erkennen das der Kreis Ahrweiler gerne Tatsachen verdreht. So wird aus rechter Gewalt schnell eine „Konfrontation“ verschiedener „extremistischer“ Jugendsubkulturen gemacht. Diese Aussage erinnert uns stark an den Artikel aus der Rheinzeitung in der von „linke und rechte machen Front im Ahrtal“ geschrieben wurde und welcher auch passend kommentiert wurde.
Außerdem wird aufgeführt, dass für den 19. November Ausschreitungen, in welcher Form auch immer, befürchtet werden. Dadruch sei es nicht möglich, die betroffenen Rechtsgüter ausreichend zu schützen.
Unserer Erfahrung nach halten sich solche Verbote nicht lange, bisher fanden die Neonazis meistens einen weg durch Klage bis zum Verfassungsgericht oder andere Aktionen ihre Aufmärsche durchzusetzen.
Deshalb besteht der einzige wirksame Weg, einen Naziaufmarsch zu verhindern in der Blockade.
Dresden hat es vorgemacht, nun sollte sich auch das „Bündnis Remagen für Frieden und Demokratie“ mal Gedanken darüber machen. Nämlich das sich Naziaufmärsche nicht durch Mahnwachen verhindern lassen und sich Naziterror auch nicht mit roten Grablichtern bekämpfen lässt.
Notwendig hierführ ist ein gemeinsamer Konsens und keine Spaltung in „gute“ Antifaschist_innen und „böse“ Antifaschist_innen.
Zuletzt fand im „braunen Haus Bad Neuenahr“ eine „Beachparty“ statt, welche offenbar der Finanzierung diverser Naziaktionen dienen sollte. Laut einem Indymedia Bericht traten dort auch mehrere rechte Bands auf.
Mehr dazu findet ihr hier, dort findet sich auch ein kleiner Pressespiegel der letzten Monate.